Was passiert, wenn man eine Gruppe junger Tänzer:innen dazu herausfordert, ein auf die Seite gekipptes – oder auf den Kopf gestelltes – Gebäude zu erklimmen? Oder wenn sie die Bühnentechnik eines Theaters wie ein überdimensionales Musikinstrument bespielen oder mit einem Richtmikrofon tanzen, um den Soundtrack der eigenen Choreografie selbst zu erzeugen?
Run Time Anomaly beginnt genau mit solchen Fragen. Gemeinsam mit der Jugendtanzcompagnie Sasha Waltz & Guests bewohnte Simon Steen-Andersen drei Wochen lang die Berliner Akademie der Künste, erforschte die verborgenen Klänge und Geschichten des Gebäudes und suchte nach unmittelbaren Verbindungen zwischen Klang, Körper und Architektur.
Das Ergebnis ist eine fantastische Live-Dokumentation, in der sich Tanzcompagnie und Architektur gegenseitig spiegeln und erzählen. Die jungen Tänzer:innen betreten eine Bühne, die sich in transformierte Räume erweitert, und bewegen sich in einem Spiel zwischen Realität und Imagination – begleitet von einer Klanglandschaft aus verstärkten Bewegungen, körper- und gebäudeerschütternden Subfrequenzen, Echos elektronischer Musik aus Archiven, filmischen Traumwelten und Transformationen der persönlichen Lieblingssongs der Tänzer:innen.
Die Uraufführung wurde 2025 von Voices Berlin in Auftrag gegeben und produziert.
