Das MDR-Sinfonieorchester hat einen neuen Chefdirigenten: den Amerikaner Dennis Russell Davies, der einen exzellenten Ruf als Haydn- und Bruckner-Dirigent genießt. Zudem hat er als Anwalt der zeitgenössischen Musik mit bedeutenden Komponisten wie John Cage, Philip Glass und Hans Werner Henze zusammengearbeitet. Die Moderne bildet auch an seiner Leipziger Wirkungsstätte einen Schwerpunkt. Ergo stehen beim gemeinsamen Debüt in der Elbphilharmonie ausschließlich Werke aus dem 20. Jahrhundert auf dem Programm. Der Bogen wird da vom Vater der amerikanischen Moderne, Charles Ives, über Leonard Bernstein bis hin zum mehrfachen Grammy-Gewinner und Ives-Fan John Adams geschlagen.
In John Adams’ Vokalwerk »The Wound-Dresser« schlüpft Starbariton Thomas Hampson in die Rolle des Dichters Walt Whitman, der seine Erlebnisse als Pfleger in den Lazaretten des amerikanischen Bürgerkrieges schildert. Als Vertreter der Minimal Music hat Adams die amerikanische Musik der Nachkriegszeit maßgeblich geprägt und mehrere Grammys gewonnen. Um Abschied dreht sich auch Charles Ives’ Orchesterstück »Decoration Day«: An jenem Tag gedenken die US-Amerikaner der Gefallenen und schmücken deren Gräber. (Text: Elbphilharmonie)
Das Konzert findet auch in der Philharmonie Berlin statt:
So 15 JAN 2023, 16.00 Uhr
